Seltenerdmagnet
SELTENERDMAGNET
Seltenerdmagnete sind ein Symbol für Präzision und Leistung; weit verbreitet in Technologie, Maschinenbau und gewerblichen Geräten. Sie sind unabdingbar für viele Produkte, die unser tägliches Leben bereichern.
Einleitung
Um Seltenerdmagnete ganz zu begreifen, ist es wichtig zu wissen, woraus sie bestehen und welchen Ursprung sie haben. Es gibt 17 Elemente im Periodensystem der Familie der Seltenerdmagnete. 15 Elemente sind bekannt als Lanthanide, plus Scandium und Yttrium. Diese „Samen der Technologie“ haben alle ihren Teil zur endlosen Entwicklung der Hi-Tech-Industrie beigetragen. Sie werden vielleicht überrascht sein, dass sich nicht weniger als 8 dieser 17 Elemente in Ihrem iPhone befinden, inklusive Neodym, Dysprosium und Praseodym. Sie alle werden in Metalllegierungen zur Herstellung von Seltenerdenmagneten verwendet, zusammen mit dem Element Samarium.
Seltenerdmagnete sind die stärksten Dauermagnete, die im Handel erhältlich sind. Sie haben eine signifikant höhere Leistungskraft als Ferrite (Keramik) und Alnico Magnete. Die Bezeichnung „seltene Erde“ kann verwirren, da Seltenerdmetalle in der Erdkruste reichlich vorhanden sind. Allerdings sind sie nicht oft in ihrer reinen Form zu finden, üblicherweise sind sie in anderen Elementen enthalten.
Seltenerdmagnete – Arten
Es gibt zwei Arten von Seltenerdmagneten, Neodym Magnete (NdFeB) sowie Samarium Kobalt (SmCo) Magnete. Sie haben viele verschiedene Abstufungen und alle haben unterschiedlichen Eigenschaften. Samarium Kobalt Magneten wurden erstmals im Jahr 1966 von Dr. Karl J. Strnat entdeckt und bestehen aus einer Mischung aus Samarium, Kobalt, Eisen, Kupfer, Hafnium, Zirkonium sowie Praseodym. Bis zur Einführung von Neodym Magneten, waren dies die stärksten, erhältlichen Magneten. Sie sind extrem schwierig zu entmagnetisieren, haben maximale Einsatztemperaturen sowie eine hohe Korrosionsbeständigkeit.
Als Neodym Magnete im Jahr 1982 von General Motors und Sumitomo Special Metals entdeckt wurden, erhielten sie die Bezeichnung „stärkster, erhältlicher Dauermagnet“, und so werden sie noch heute genannt. Neodym Magnete bestehen aus einem Gemisch, welches hauptsächlich Neodym, Eisen und Bor enthält. Zudem, je nach Güte des Magneten, gibt es variierende Mengen von Dysprosium und Praseodym. Reguläre Güteklassen von Neodym haben niedrigere Einsatztemperaturen als Samarium Kobalt Magnete, und sie sind korrosionsanfällig oder sogar beschichtet.
Industrielle Verwendungen
Seltenerdmagnete sind dann gefragt, wenn wenig Platz vorhanden ist oder die größtmögliche Zugkraft benötigt wird. Während sie unabdingbar für viele Technologien sind, werden sie in Fertigungs- und Maschinenbauindustrien gleichermaßen oft verwendet. Aufgrund ihrer Leistungsstärke sowie ihrer preislichen Erschwinglichkeit, gilt dies übrigens auch für die Verwendung in Hobbies, Kunsthandwerk und DIY-Projekte.